Donnerstag, 31. Juli 2014

Deo ohne Aluminium? Selber machen!

Huhu! :-)

Heute mal ein Post so ganz außer der Reihe.

Lange, laaaaange Jahre war ich zufrieden mit meinem Rexona Deo. Bis Aluminium in Deos als mögliche Ursache für Brustkrebs ausgemacht wurde.

Für die, die vielleicht noch nichts davon gehört haben: Vielen der herkömmlichen Deos sind Aluminiumsalze zugesetzt. Die Aluminiumsalze verschließen die Poren, so dass kein Schweiß austreten kann. 

So weit so gut. Ich fand das immer sehr komfortabel. Gar nicht erst ins Schwitzen geraten, nie unangenehm-unschöne Flecken unter der Achsel. Juhuu.

Inzwischen wurde jedoch festgestellt, dass sich bei Frauen mit Brustkrebs Aluminium Ablagerungen in der Brust befinden. Das legt die Vermutung nahe, dass das Aluminium der Deodorants in die Haut eindringt und verantwortlich für die Erkrankung ist. Aluminium steht außerdem in Verdacht, Alzheimer zu verursachen.

Nun ist es nicht einfach, Aluminium komplett aus seinem Alltag zu verbannen (Verpackungen von Nahrungsmitteln wie Tetra Packs, Arzneimittelverpackungen, Kosmetikverpackungen, im Trinkwasser ...), aber beim Deo kann man ja schonmal anfangen.

Also habe ich mein Rexona Deo kurz darauf entsorgt. Ein Blick in die Drogerie Regale, ein genauer Blick auf die Inhaltsstoffe der Deos zeigte mir, dass ich in Sachen Deo ganz neu anfangen muss. So ziemlich alle großen Marken verwenden (noch) Aluminiumsalze. Also habe ich mir ein Bio Deo zugelegt. Ohne Aluminiumchloride - und leider: ohne Wirkung. Nach wenigen Stunden konnte ich mich selbst riechen. Hm, nicht der Sinn eines Deos. :-/

Vor zwei Wochen kam das Thema beim Nachmittagstreff mit ein paar KiTa Eltern auf. Als ich mein Leid klagte, wurde mir (von einem der Väter, wohlgemerkt) Natron sehr ans Herz gelegt. Um nicht zu sagen, eben jener Vater SCHWÖRT auf Natron. 

Hm, Hausmittelchen? Mag ich ja gerne. Sind bei mir aber irgendwie unter gegangen die letzten Jahre. 

Also gut. Schnell die Suchmaschine meines Vertrauens angeworfen und siehe da: Natron, das Wundermittel schlechthin! Universell für alle denkbaren Zwecke einsetzbar. Und nochmal siehe da, auch verschiedene Deo Rezepte finden sich im Netz. 

Will heißen: Die Idee stammt keinesfalls von mir. Es ist mir aber ein Anliegen, sie auf diesem Wege weiter zu verbreiten, da die Regale immer noch voll sind von Deos mit Aluminiumchlorid. Was wiederum heißt, dass sie immernoch viel gekauft und verwendet werden. Was wiederum heißt, dass längst nicht jeder über die potentiellen Gefahren von aluminiumhaltigen Deos Bescheid weiß.

Die Wirkungsweise ist simpel: Natron bindet und neutralisiert Säuren. Fettsäuren sind für den Schweißgeruch verantwortlich, Natron löst Fettsäuren auf. Keine Fettsäuren, kein Schweißgeruch.

Die Herstellung eines Natron Deos ist sehr sehr einfach und noch dazu sooooo preiswert. Probiert es unbedingt einmal aus. Ihr könnt je nach Belieben Euer Deo zum Beispiel

*einfach auf die Haut pudern. Dazu mit dem Finger, mit einem Wattepad oder was Euch geeignet erscheint etwas Natronpulver auf die Achselhöhle auftragen. Fertig.

*mit Creme herstellen. Dazu das Natron mit Feuchtigkeitscreme mischen und mit den Fingern auf die Achselhöhle auftragen. Rezepte dazu findet Ihr im Netz.

*mit Wasser anmischen und in einen Zerstäuber abfüllen. Für diese Variante habe ich mich entschieden, weil ich dann morgens einfach schneller bin. Bei den beiden ersten Varianten müsste ich mir ja hinterher die Hände waschen. Wie lange bitte dauert das denn?!! ;-)



Und so geht's: Einen Zerstäuber Flacon kaufen oder aus dem eigenen Bestand verwenden. Bei mir war gerade ein Haarpflegespray fast leer. Also habe ich drei Tage lang intensiv meine Haare gepflegt ;-) und hatte anschließend einen leeren Zerstäuber, den ich nur noch reinigen musste. Außerdem braucht Ihr ein Glas und einen Löffel zum Umrühren und am besten einen Trichter zum Umgießen. Und natürlich das Natron.




Etwas Wasser abkochen (so viel, wie in den Zerstäuber passt), ein wenig abkühlen lassen, in das noch warme Wasser das Natron einrühren (ich hatte Hilfe von einer jungen Dame). 



Ich habe für 150 ml Deo etwa 3 Teelöffel Natron verwendet. Im Netz hatte ich geringere Angaben gefunden. Damit fühlte ich mich aber nicht 'sicher' genug. Getreu dem Motto 'viel hilft viel' habe ich den Natronanteil also etwas erhöht. Die Mischung sollte etwas trüb-milchig aussehen. Es darf sich ruhig ein wenig Natron am Boden absetzen. Im Zweifel die Sprühflasche vor Benutzen kurz schütteln.




Wer möchte, kann nun noch etwas zum duften hinzufügen. Etwas Gesichtswasser und ätherische Öle werden häufig empfohlen. Mein Deo kommt ohne Duft aus. Ich mag's schlicht und einfach. Und so kann es auch der Herr des Hauses mit benutzen. 

Mischung aus dem Glas in den Zerstäuber umfüllen. 


Fertig.



Meine Maus hat sich als Testperson angeboten. :-) 





Da ich das Spray noch warm eingefüllt hatte, ließ sich dann auch das alte Etikett gut lösen. So besteht keine Gefahr mehr, dass ich mir mein Deo in die Haare sprühe. Höhö.




Ich habe das Deo nun seit einer Woche in Bentzung und finde, in Anbetracht des schwülwarmen Wetters mit Temperaturen um 30°C und der trotzdem langen Jeans, die ich meist trage, weil ich morgens dem grauen Himmer nicht traue,.... In Anbetracht dieser schwierigen Testbedingungen leistet es wirklich sehr gute Dienste.  Obendrein ist es so schön erfrischend dank des Zerstäubers. :-))

Was meint Ihr? Wie steht Ihr zu Aluminium in Deos? Was haltet Ihr von diesem Hausmittelchen? Falls Ihr es schon ausprobiert habt, in welcher Form und wie hat es bei Euch gewirkt? Eure Meinung interessiert mich, also postet mir gern Eure Kommentare.

Wer sich weiter informieren möchte, kann das zum Beispiel hier bei Arte oder hier bei sein.de tun. Es gibt auch einen Dokumentarfilm zum Thema: Die Akte Aluminium

Ich bin nicht sicher, ob das Deo RUMS-tauglich ist, aber ich wollte mit diesem Post möglichst viele Leute erreichen und hoffe daher, das Deo darf bleiben.

Viel Spaß und Erfolg beim ausprobieren und kreieren! :-)

Lieben Gruß,
Katharina

Dienstag, 29. Juli 2014

DIY (Kinder-) Garderobe

Huhu! :-)

Oje, nun bin ich schon fast eine Woche krank mit meiner Maus zu Haus. Aus verschieden Gründen. Und die Nähmaschinen sooo weit weg. :-/

Zum Glück gibt es ja noch das ein der andere, was man ohne Nähmaschine machen kann. Eines der Projekte, die ich schon lange im Kopf hatte, war eine neue Garderobe für die Kinder. Und nun habe ich die Zeit zu Hause genutzt und mit meiner Maus zusammen eine neue gebaut. 




Jaja genau, früh übt sich, wer ein großer Heimwerker werden möchte. :-)


Alles was man braucht ist ein Brett, (ich habe eines genommen, das noch im Keller lag und in etwa die Länge hat, die man bei zwei Kindern im Winter mit verschiedenen Unter- und Überjacken und Skihosen und Gedöns eben so braucht), Lasur und Pinsel, Haken, schöne (Kinder-)Servietten, Serviettenkleber, ja wo sind denn nur meine Fächerpinsel... ?? Und halt den üblichen Kleinkram wie Bleistift, Radiergummi, Wasserwaage, Dübel, Schrauben, Stein- und Holzbohrer, Akkuschrauber, Bohrmaschine. 




Da ich noch Löcher von der letzten Garderobe in der Wand hatte, habe ich diese einfach weiter genutzt und im entsprechenden Abstand Löcher durch das Brett gebohrt. Das geht bestimmt auch schicker verdeckt, aber das seh ich persönlich nicht so eng.




Dann habe ich weiß lasiert. Denn die Serviettentechnik braucht nach Möglichkeit einen hellen Untergrund, damit die Farben der Bilder besser durchkommen.




Ich habe insgesamt vier Schichten aufgetragen. Dann habe ich ganz leicht eine horizontale Linie aufgezeichnet. Diese markiert die Höhe, auf der die Bohrlöcher für die Haken liegen sollen. Au dieser Linie habe ich dann mit kleinen Strichen die genaue Position der Bohrlöcher markiert. 






Löcher mit einem 3er Bohrer leicht vorbohren. Bleistiftmarkierungen weg radieren.



Ich habe dann zunächst die Haken angebracht, um besser beurteilen zu können, wie die Motive zu platzieren sind.



Haken wieder runter. Fläche mit Serviettenkleber bestreichen (nach drei Mal Wohnung auf den Kopf stellen haben sich die Fächerpinsel wieder angefunden), Serviettenmotiv auflegen (nur die oberste Lage der Serviette!) und vorsichtig die Serviette mit dem Pinsel andrücken und nochmal mit Serviettenkleber bestreichen. 



Man kann dazu entweder einzelne Motive aus der Serviette schneiden und aufbringen oder - wie ich, größere Teile der Serviette flächig aufbringen.



Haken wieder dran....






 ...und ... :-)



... FERTIG!
 













Sie sieht mir noch ein bisschen unfertig aus. Vielleicht klebe ich noch ein Zierband als Rahmen drum rum. Oder was meint Ihr?

Servietten, Haken und Lasur sind von IKEA. Serviettenkleber und -pinsel habe ich von Buttinette. 
 
Gezeigt hier und hier und hier und hier. :-)


Danke für's Lesen!

Liebste Grüße,
Katharina

Donnerstag, 24. Juli 2014

Summer Freebook Sew Along - Woche 2 - Brigitte Sommerhose

Puh, sie stand mächtig in der Kritik, die Brigitte Sommerhose. Es gab nicht allzu viele zu sehen bisher. Aber viele, die ihre Brigitte Hosen beim Summer Freebook Sew Along in Woche 2 gezeigt haben, waren sehr unzufrieden mit dem Schnitt und ihrem Ergebnis.
Immer wieder war zu lesen, dass der Schnitt noch viel weiter ausfällt, als erwartet. Ich habe sie daraufhin auch tatsächlich ein wenig schmaler zugeschnitten und siehe da, sie ist immernoch ordentlich weit, aber in Ordnung, finde ich. Ich glaube, der Schnitt steht und fällt einfach mit der Stoffwahl. Für Jerseys ist er eher ungeeignet, da Jersey keinen Stand hat und die Hose dann wie ein Sack in sich zusammen fällt. Zu steif sollte der Stoff natürlich auch nicht sein. Mittelschwere Webware müsste im allgemeinen ganz gut funktionieren, würde ich denken. 
Da ich zwischenzeitig schon gar nicht mehr sicher war, ob ich die Hose überhaupt noch nähen und womöglich Stoff und Geld an ihr verschwenden soll, habe ich letztlich den günstigen Ditte Stoff vom Möbelschweden verwendet. Bestimmt kann man mehr aus dem Schnitt machen, aber so muss ich dem Stoff nicht nachweinen. ;-) Vielleicht nähe ich sie nochmal aus einem schönen Musterstoff, wenn mir einer über den Weg läuft. Im Moment freu ich mich aber über meiner erste weite Sommerhose überhaupt. Denn wie Ihr ja schon wisst, habe ich aufgrund meiner Körpergröße eine regelrechte Aversion vor zu kurzen Klamotten entwickelt. Und nichts sieht beknackter aus, als sehr weite Hosen, die zu kurz sind. Finde ich. Deswegen habe ich nie eine dieser Sommerhosen gekauft. Und nu habe ich eine in Sommerblau (meine Farbe dieses Sommers - habt Ihr auch schon gemerkt, ne? ;-) ). 

Damit ich sie rechtzeitig für das Sew Along posten kann, habe ich sie notgedrungen im Schein der Neon Röhre im Flur des Bürohauses fotografiert, in dem ich meine Werkstatt habe. Schwarzer Industrieteppich und blassgelbe Tapete - jeden Tag eine Augenweide. ;-)))) Bei Gelegenheit werden Bilder bei Tageslicht mit passender Oberbekleidung nachgeliefert. 

Seit gestern läuft nun Runde 3 des Summer Freebook Sew Alongs - Top Yumi von ki-ba-doo (natürlich ein Freebook) wird genäht und darf bis zum 3. August hier verlinkt werden. Jeder der Lust hat darf sehr gerne mitmachen. 

Ich schau mit meiner Hose gleich mal bei RUMS und bei der kostenlose Schnittmuster Linkparty vorbei und guck mich ein wenig um. Und für Euch gibt's nun hier die Bilder:







BH-Träger verschwinden lassen (Mini-RUMS)

Huhu! :-)

Heute richte ich mich wirklich expliziert nur an die Mädels.  Sorry, Jungs. ;-)
Ich habe mir das erste mal seit langer Zeit mal wieder ein Top mit 'Sportrücken' gekauft. Wenn jemand weiß, wie diese Rückenform tatsächlich heißt, nur zu, macht mich schlau. ;-)



Jedenfalls stand ich in der Umkleide beim Anprobieren und als allererstes fielen mir die unschönen störenden BH Träger ins Auge. Geht ja gar nicht! Ihr wisst, was ich meine, oder?



Also noch einen neuen BH dazu kaufen? Das muss ja nun auch nicht sein. Das vervielfacht den Preis des Basic Shirts und so kurz vor dem Urlaub hält man sein Geld ja gerne nochmal etwas mehr zusammen als sowieso schon. Da das Shirt sich irgendwie total gut angefühlt hat, musste ich es aber kaufen. Also hab ich mir eine Problemlösung für die BH-Träger überlegt.

Und so einfach ist es:

Ihr braucht etwas Schrägband (Stoff geht natürlich auch, mit vorgefalztem Schrägband geht's aber viel schneller), Kam Snaps (oder Klett, annähbare Drückknöpfe, Haken oder was Euer Vorrat eben hergibt), das entsprechende Zubehör zum Anbringen, die üblichen Nähutensilien. Mehr nicht. :-)



Schrägband auf 25 cm Länge zuschneiden. 



Enden etwa einen halben Zentimeter nach innen falten, Ecken etwas abschrägen.



Das Schrägband doppelt legen.



Steppen.



Kam Snap anbringen.




Schon fertig. :-)



Das Band wird nun an beliebiger Stelle am Rücken um die Träger herum gelegt und verschlossen. So sind beide Träger miteinander verbunden und dennoch beweglich. Das Band rutscht von allein an die richtige Stelle.


Und tadaa: Vom BH Träger ist nichts mehr zu sehen. Weder hinten...






noch vorne.




Es drückt nicht, stört nicht, fühlt sich nicht unangenehm an. Alles schön.



Super, oder? Habt Ihr auch ein paar einfache schnelle Tricks zur Problemlösung auf Lager? Oder sucht welche? Dann schaut doch mal bei Pamela von enemenemeins vorbei. Jeden ersten Montag im Monat werden in der Montags-Mitmach-Aktion-Problemlöser Eure Ideen gesammelt. 

Und viele viele selbst erdachte Projekte und Projektchen gibt's jeden Monat bei Scharly Klamottes Kopfkino zu entdecken. 

Und alles Rund ums Weib darf wie jeden Donnerstag bei RUMS verlinkt werden.

Einen (weiteren) schönen Sommertag Euch allen! 
Katharina

Donnerstag, 17. Juli 2014

Summer Freebook Sew Along - Woche 1 - Jersey Rock von Ki-ba-doo

Ich hatte bereits hier schon auf das Summer Freebook Sew Along aufmerksam gemacht, das in der Facebook Gruppe 'Nähen in Berlin und Brandenburg' (ehem. BerlinNäherinnen) von Katta von ZauberDrum und Trine von Trine.Popinski.bloggt geplant und vorbereitet wurde und nun bereits in vollem Gange ist. 
Runde 1 läuft bereits seit letzter Woche. Dort wurde und wird wahlweise der Raffirock von Frau Ollewetter oder der Jersey Rock von Ki-ba-doo genäht. Die bisherigen Werke könnt Ihr hier bestaunen. Wer möchte, kann noch bis zum 20. Juli teilnehmen und seinen Rock zeigen. 

So, genug Links... Ich war schon nicht mehr sicher, ob ich überhaupt noch schaffe, den Rock zu nähen. Aber die Angst vor der Scham darüber, schon bei der ersten Freebook Woche auszufallen, hat mir noch eine Lücke im Zeitplan verschafft. ;-)

Ich habe mich für den Jersey Rock von Ki-ba-doo entschieden. Allerdings mit Änderungen: Ich wusste von Anfang an, dass mein Rock ohne die Teilung in der Mitte genäht wird. Als ich dann im Stoffladen stand, wollte mir einfach keiner der Jerseys so richtig gefallen. Also habe ich mich für einen leichten, weich fallenden Web-Stoff entschieden. Und in Ermangelung eines farblich passenden Uni-Stoffes fiel letztlich auch noch der angesetzte Saum weg. Als Ersatz gibt's ein schmales Samtband auf den Saum. So wird wahrscheinlich nicht jeder auf den ersten Blick meienn Rock dem Ki-ba-doo Schnittmuster zuordnen können. Aber es geht ja bei einem Sew Along auch ein bisschen darum zu zeigen, was man aus ein und dem selben Schnitt alles machen kann, oder? ;-)

Hm, das Shirt sagt wohl eher 'Festival als 'Femininer Sommerlook'. Höhö. Ich hatte mal wieder nichts passendes im Schrank. 

Auf dem Weg nach Hause von meinem (hin und wieder) langen Mittwoch ging mir übrigens die ganze Zeit der Satz 'Näh Dich glücklich!' durch den Kopf. Und so fühlte ich mich auch. :-) Nach längerer Zeit habe ich mal wieder zwei private Nähprojkte einschieben können. Beide sind nicht perfekt geworden, beide hätte ich so im Laden vielleicht nicht ausgesucht. Aber: JA, nähen macht mich glücklich.

So, genug gequatscht... Hier endlich die Bilder.






Auf den Bildern sieht er ein wenig nach Geschirrhandtuch aus. Das tut er in Natura aber zum Glück nicht. Sag ich jetzt mal. ;-) 

Ich weiß, dass sich mindestens eine Person dafür interessiert, deswegen hier nochmal kurz einige Hinweise zur Anpassung des Rockes bei Webware:
Die wichtigste Änderung betrifft die Weite am Rock oben. Der Rock muss beim Anziehen ja schließlich über den Popo drüber. Also einmal um die Hüfte rum messen, den gemessenen Wert mit dem Schnittmuster vergleichen und gerade so viel Weite hinzufügen, dass der Hüftumfang plus ca. 1 cm erreicht ist (sicher ist sicher). Die Nahtzugaben beim Berechnen nicht vergessen!
Da ich den Rock nicht insgesamt weiter haben wollte, habe ich ein Stück Papier wie einen Keil angesetzt, so dass oben 1,5 cm Weite hinzu kommen, die Weite unten aber bleibt wie sie ist, siehe Foto. Wen es nicht stört, dass der ganze Rock etwas weiter ist, der kann auch einfach eine Nummer größer zuschneiden. 
 


 


Wer farblich passenden Jersey da hat, der kann den Bund dann wieder nach Schnittmuster zuschneiden und nähen. So habe ich es gemacht. Wer auch den Bund aus Webware fertigen möchte,  sollte die Schnitteile für den Bund jeweils einmal durchschneiden und so viel Weite dazwischen schieben, dass Ihr am Ende wieder auf Eure Hüftweite kommt. Freihand wieder in Form zeichnen und Schnitteile plus NZ ausschneiden. Hm, war das verständlich? Schaut doch mal im Schnittmuster oben. Ich habe den Rock für mich 3 cm verlängert. Dafür habe ich den Schnitt in der Mitte geteilt, Papier in der entsprechenden Länge dazwischen geschoben und die Seitenlinie anschließend angeglichen. Im Prinzip macht Ihr beim Bund nichts anderes. Allerdings sollte der Bund nur bei dünnen Stoffen so gearbeitet werden, da der Bund beim fertigen Rock dank des eingezogenen Gummibandes sehr faltig liegen wird.Da eignen sich feste Stoffe nicht so gut.

Ich werd meinen Rock definitiv mit an die Ostsee nehmen, denn dafür ist er perfekt. Ich finde, er ist wirklich schön sommerlich geworden. Und vielleicht find ich ja demnächst doch noch einen Jersey, den ich mir als Rock vorstellen kann. Denn dann fällt er bestimmt ganz toll. Bis dahin geht's mit diesem Rock erstmal zum Summer Freebook Sew Along, zur kostenlose Schnittmuster Linkparty und natürlich zu RUMS.


Gestern ist übrigens Woche zwei gestartet. Diesmal geht es um eine Sommerhose, nämlich diese hier von Brigitte. Wer möchte, kann bis zum 17. Juli mitmachen und seine Werke hier verlinken.

Liebste Grüße :-)
Katharina